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Bill Rudizckas Arial umfasst 8 Stützpunkte von denen jeder einen Arbeitsbereich von 60 Meilen rund um den Stützpunkt verantwortet. Hauptdienstleistung ist Pflanzenschutz mit 8 Selbstfahr-Spritzen. Im Durchschnitt bringt es jede der Spritzen auf 15000 acre pro Jahr (6000 ha). Hauptsächlich werden Herbizide (Roundup) gespritzt, lediglich auf gut 3000 acre (1200 ha) kommen Insektizide. Er rechnet nach Fläche ab mit Einheitspreis für alle Kunden, unabhängig vom Standort. Die Kombination von Pflanzenschutz, Flüssigdüngung (AHL) und festem Mineraldünger wird ebenfalls von ihm angeboten. Derzeit arbeiten seine Leute noch im Ein-Schichtverfahren, aber er plant – dank GPS und Lenkautomat – den Zwei-Schicht-Betrieb. „Wir müssen Fläche machen“, erzählt er. Seine Leute sind mit den Spritzen sehr schnell unterwegs. „Die Spritzen arbeiten auf dem Feld mit einer Geschwindigkeit von 13 bis 17 mph (20 bis 27 km/h).“ Im Mittel seien die Felder 35 bis 40 ha groß und recht eben. Das erlaube eine solch hohe Geschwindigkeit, betont er und hofft mir meine offenbar anzusehende Skepsis auszureden. Von einer schlechteren Wirkung der Pflanzenschutzmittel durch derart hohe Geschwindigkeiten kann er nicht berichten. Stickstoff als Gas injizieren Eine seiner Dienstleistungen aber sticht hervor. Das ist die Stickstoffdüngung in Gasform (NH3) in einem Arbeitsgang mit der Bodenbearbeitung. „Die Farmer in seinem Bereich ernten ihr Soja und den Körnermais meist selbst und haben keine Zeit auf dem abgeernteten Feld gleich sofort die Bodenbearbeitung zu erledigen“, erzählt Bill. |
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Ein weiterer Anreiz den Dienstleister zu ordern, sei der günstige Preis für die Kombination Bodenbearbeitung und Düngung. Warum aber eine N-Düngung nach der Ernte? Der Preis für den N-Dünger sei im Spätsommer/Herbst um ca. 30% geringer als im Frühjahr und Auswaschung durch den strengen Winter ein eher kleines Problem“, antwortet Bill. Außerdem sei das Applikationsfenster klein und daher Tempo angesagt, denn erster Bodenfrost kann Mitte September kommen. Mehr Flächenleistung – weniger Kosten Tempo und Flächenleistung ist für Bill das schlagende Argument für diese Kombination. Er rechnet uns ein neues Preismodell vor, mit dem er die Kosten drücken und mehr Kunden gewinnen will. |
| Durch den Umstieg vom Standardradschlepper auf den stärkeren JD 9030 kann er mehr Fläche schaffen. Mit normalen Standardradtraktoren schaffe er 16,5 acre/h (6,6 ha/h) mit dem JD 9030 erreiche er 28,7 acre/h (11,5 ha/h) und könne dadurch die Kosten um rund 40% reduzieren. Er mietet grundsätzlich alle Traktoren. Für den JD 8000 oder 9000 zahlt er je nach Ausstattung rund 50 bis 70 $ pro Stunde. Sein Wunsch ist: eine schlagkräftige Maschine, mit der er NH3 injizieren kann, sowohl im Herbst kombiniert mit Bodenbearbeitung, wie auch im Frühjahr/Sommer in den wachsenden Bestand. Denn er kann sich gut vorstellen, dass seine Farmer durch die Düngung in den Bestand mehr Ertrag von Bohne und Mais erreichen. Und Intensivierung ist auch hier bei den steigenden Preisen kein leeres Wort.
Diesel aus Sojabohnen Höhere Erzeugerpreise fordern höhere Intensität und optimalen Pflanzenbau. „Das ist die Zeit der Spezialisten“, betont Bill. Nach diesem Motto arbeitet die West Central, ein Unternehmen, dass neben dem Lohnbetrieb intensiv Handel betreibt. Geld verdient wird dort mit Getreidehandel. West Central bezeichnet sich als 16. größter Getreidehändler in den USA. |
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Allein darüber ließe sich lange berichten. Standbein Zwei ist die Produktion von Soy-Diesel, Diesel aus Sojabohnen ist ein stark boomender Markt in den USA. Erst 2006 hat die West Central eine neue Gesellschaft gegründet, die pro Jahr 170 Mio. Gallonen (640 Mio. Liter) Soy-Diesel erzeugt und an Raffinerien der Mineralölindustrie verkauft. Biodiesel wird in den USA dem Benzin beigemischt in Anteilen von 5% bis 20%.
Kaufpreis bis 8000 $ pro acre Die Landwirtschaft ist in den USA derzeit in einer Hochstimmung. Große Maiszüchter sprechen davon, dass bereits 25% des Maisanbaues der Bioethanolgewinnung dient. Hinzu kommt der Soy-Diesel Boom. Entsprechend hoch klettern die Preise, nicht nur für Mais, Soja und Weizen, sondern auch für die Flächen. „Die Landpreise bei uns explodieren“, erzählt Harry Ahrenholz, Chef der West Central. 6000 $ bis 8000 $ pro acre (15000 $ bis 20000 $ pro Hektar) würden in Zentral-Iowa mittlerweile gezahlt. Noch keine drei Jahre her, da hätten die Preise bei 3000 US $/acre (7500$/ha) gelegen. Hans-Günter Dörpmund, Redaktion Lohnunternehmen |
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