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Die Frankenhöhe GbR aus dem bayerischen Treuchtlingen befasst sich mit sämtlichen Dienstleistungen rund um Holzhackschnitzel. Angefangen beim Hacken mit zwei Holzhäckselkolonnen, über die Vermarktung bis hin zur Lieferung der Hackschnitzel mit zwei LKW - ein Containerzug und ein Sattelauflieger mit Walking-Floor mit einem Ladevolumen von 90m³. Insgesamt betreut die Frankenhöhe GbR Kunden im Bereich Holzhacken in einem Radius von ca. 80 km. Heute beschäftigen die beiden Unternehmer 5 festangestellte Mitarbeiter, die 140.000 m³ Hackschnitzel pro Jahr hacken, 45.000 m³ davon für private Kleinanlagen, 95.000 m³ werden zu Heizkraftwerken transportiert. Mit Eigenkonstruktion in die Selbständigkeit Den ersten Holzhacker haben die beiden Unternehmer noch selbst zusammengebaut. Die Basis des selbstfahrenden Holzhackers war ein Deutz-Fahr Grasant. Dieses Fahrzeug wurde "entkernt", ein stärkerer Antrieb eingebaut und ein Holzhacker in die Hydraulik eingehängt. |
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"Das Problem dieser Lösung war, dass das hohe Gewicht des Holzhackers die Dreipunkthydraulik und die Achse des Trägerfahrzeugs überfordert hat, so dass wir sogar noch zusätzliche Räder zur Abstützung anbauen mussten. Zweitens sind während des Einsatzes starke Schwingungen aufgetreten, die in einem Fall sogar zum Defekt der Motorhydraulikpumpe geführt haben. Das hat der Motor nicht verkraftet", schmunzelt Markus Oster heute: "Aber die Grasants waren zu dieser Zeit unheimlich günstig zu bekommen, so dass das experimentieren mit diesen Maschinen nicht allzu teuer geworden ist für uns." Daher investierten die Unternehmer in ein Grundfahrzeug mit 260 PS-Motor. Zweiter Anlauf mit Aufbauhäcksler Letztendlich haben sie wieder Abstand vom Selbstfahrerkonzept genommen und den zweiten Holzhacker auf einem Anhänger aufgebaut. Angetrieben wurde das Heizomat-Hackeraggregat vom Deutz Motor eines Grasants. Die Kabine wurde ebenfalls übernommen und in der Höhe telekopierbar aufgebaut. "Im Einsatz konnten wir die Kabine 2 m in die Höhe fahren. Dadurch hatten wir eine tolle Übersicht beim Holzhacken. Mit diesem Fahrzeug haben wir, was das Holzhacken angeht, sehr gute Erfahrungen gemacht und so richtig mit unserer GbR loslegen können", freut sich Siegbert Mrasek noch heute, wenn er über diesen Hacker nachdenkt. |
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Ganz zufrieden waren die beiden Bayern aber immer noch nicht mit dieser Lösung. "Das Problem bei diesem Fahrzeug war, dass man es aufgrund der relativ kleinen Räder schlecht bzw. gar nicht auf unbefestigten Wegen einsetzen konnte. Sobald man auf die Bankette ausweichen musste, wurde es kritisch, immerhin hatte der Anhänger ein Gewicht von 16 t", schaut Markus Oster zurück. Jetzt mit Schlepper und gezogenem Hacker unterwegs Letztendlich hat sich die Frankenhöhe GbR dann für zwei gezogene und vom Schlepper angetriebene Holzhacker entschieden. Diese häckseln Stämme bis zu einem Durchmesser von 80 cm. Angetrieben werden die Hacker von Schleppern mit 280 bzw. 360 PS. "Mit dieser Lösung sind wir einfach am flexibelsten. Ohne Probleme kommen wir an jeden Einsatzort und auf der Straße können wir mit 50 bzw. 60 km pro Stunde ebenfalls weitere Strecken schnell überbrücken", ist Siegbert Mrasek überzeugt: "Wir hatten uns vor dem Kauf des 360 PS Schleppers noch überlegt, ob wir nicht auf einen auf einen LKW aufgebauten Hacker umsatteln sollen. Letztendlich sind wir allerdings zu der Überzeugung gelangt, dass das Schlepper-Hacker-Gespann für unsere Einsatzverhältnisse einfach die optimale Lösung ist." Diese Kombination hätte darüber hinaus den Vorteil, dass die Schlepper in der Zeit, in der nicht gehackt wird, im landwirtschaftlichen Lohnunternehmen arbeiten können. So kommen die beiden Schlepper, die vor den Hackern eingesetzt werden, jeweils auf ca. 2.200 Einsatzstunden pro Jahr. |
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"Wir nutzen beide eine Hackschnitzelheizung von Heizomat und haben deshalb gute Kontakte zu dieser Firma, die nicht weit entfernt von uns ihren Sitz hat. Die Hackertechnik ist einfach aufgebaut und wir können sämtliche Service- und Wartungsarbeiten selbst übernehmen", meint Markus Oster. Für die Zukunft gut gerüstet Da die Materialbeschaffung von Hackgut zusehends schwieriger wird, hat die Frankenhöhe GbR zusätzlich in einen Jenz ? Schredder investiert. Dadurch ist es den Unternehmern nun möglich, schlechteres Material wie z.B. Baum- und Strauchholz von Wertstoffhöfen, Wurzelstöcke etc. zu Biomasse aufzuarbeiten. |
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Hochsaison im Spätsommer Die Hochsaison für die Holzhacker ist das letzte Sommerdrittel und der Herbst. "In dieser Zeit wird das meiste Holz eingeschlagen, also ist auch das meiste Holz zum Hacken da. Gerade im Herbst wird die Belastung für uns sehr hoch, weil neben der Hochsaison beim Holzhacken, gleichzeitig die Maisernte im Lohnunternehmen ansteht", erklärt Siegbert Mrasek. In dieser Zeit können die beiden Unternehmer allerdings auf einen Pool von Aushilfsfahrer zurückgreifen, die sich extra für die Maisernte Urlaub nehmen, um noch ein paar Euro hinzu zu verdienen. In der Kolonne sehr schlagkräftig Eine Hackguthäckselkolonne der Frankenhöhe GbR besteht, wenn im Forst gearbeitet wird, aus drei Mann. Ein Fahrer ist für den Hacker zuständig, einer sitzt auf einem Schlepper mit Anhänger auf den das Hackgut geblasen wird. Ist der Anhänger voll, fährt dieser Mitarbeiter die Hackschnitzel zu einem befestigten Platz, der mit dem LKW gut zu erreichen ist, und kippt sie dort ab. Der dritte Mann fährt den LKW. Er belädt diesen mit einem Radlader, der am Hackgutlagerplatz abgestellt wird. In dieser Kombination schafft eine Kolonne 400 bis 800 m³ Holzhackschnitzel pro Tag. "Bei kleineren Aufträgen arbeiten wir mit Containern. Diese werden im Wald mit dem Schlepper und Hakenliftanhänger zum Einsatzort gefahren, voll gehäckselt, zum Waldrand gefahren und dort abgesetzt. Im zweiten Schritt holen wir die Container dann mit dem LKW dort weg", erklärt Siegbert Mrasek abschließend. Björn Anders Lützen, |
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