Vorsichtiger Optimismus bei den Ackerbauern

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Auf der Veranstaltung"Agrarmärkte 2010", die die DLG und der DBV auf der Agritechnica in Hannover durchführten, sah der Vorsitzende des Fachausschusses Getreide des Deutschen Bauernverbandes (DBV) und Präsident des Thüringer Bauernverbandes Dr. Klaus Kliem die Anzeichen einer sich langsam erholenden Weltkonjunktur auch auf die Agrarmärkte ausstrahlen."Es gibt durchaus Anlass zu vorsichtig positivem Optimismus für die Ackerbauern", erklärte Kliem.

Zwar schätzten viele Ackerbauern die augenblickliche Situation ihres Unternehmens noch schlecht ein, was auch auf der Agritechnica zu spüren sei. Doch nicht nur das Konjunkturbarometer Agrar des DBV verdeutliche, dass sich in den kommenden Jahren eine wirtschaftliche Verbesserung der Ackerbaubetriebe abzeichne."Das Jahr 2010 wird einen Grundstein für eine Entspannung der Agrarmärkte mit steigenden Preistendenzen legen können", prognostizierte Kliem. Andererseits müssten die Landwirte erkennen, dass die Konjunkturdaten der Weltwirtschaft unmittelbare Auswirkungen auf die internationalen Agrarmärkte hätten. Zeiten geschützter Märkte seien nicht nur für die Ackerbauern vorbei. Noch vor zwei Jahren hatten die Landwirte boomende Märkte vor Augen. Die Euphorie unter den Ausstellern auf der Agritechnica, aber auch unter den Besuchern, kannte damals kaum Grenzen. Angesichts dieser Prognosen wurden umfangreiche Investitionen in Technik und Flächen getätigt.

Umsoüberraschender und schmerzvoller sei der Absturz der Preise in den Agrarmärkten gewesen. Doch mittel- und langfristig habe die Landwirtschaft sehr gute Perspektiven. Darauf können sowohl Landwirte als auch Landtechnikhersteller bei ihren heutigen Planungen setzen. Der Bedarf an Lebensmitteln werde angesichts weiter steigender Bevölkerungszahlen auf der Welt zunehmen. Die Landwirte hätten die verantwortungsvolle Aufgabe, die erforderlichen Erträge und Qualitäten nachhaltig und ressourcenschonend auf den immer weniger zur Verfügung stehenden Anbauflächen zu erzeugen. Dies gelänge nur über Investitionen in moderne Landtechnik zur Verbesserung der Leistung und Effizienz. Dies mit"Industrialisierung" zu verwechseln sei falsch. (pd)

Geschrieben am 13. November 2009 von www.agrarheute.com


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