
Steigende Bodenpreise erwartete der Chefredakteur der Neuen Landwirtschaft, Prof. Dr.Klaus Böhme anläßlich des siebte Bodenforums der Neuen Landwirtschaft, das während der Grünen Woche am 19.Januar im Internationalen Congress Centrum (ICC) in Berlin stattfand."Die Bodenpreise werden auch in Zukunft steigen, weil der Bedarf an Fläche für die Aufgaben der Landwirtschaft, wie Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung und Energie deutlich wächst", sagte Böhme voraus."Für 2008 haben wir klare Anzeichen, dass sich die Entwicklung am Bodenmarkt, sowohl was die Dynamik, als auch die Preise betrifft, deutlich beschleunigt", erklärte Böhme. Das bedeute, dass sowohl die Preise, als auch die Umsätze steigen.
Starke regionale Unterschiede zwischen Ost und West
Die Anzeichen für 2009, vor allem von der Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG), wiesen darauf hin, das die Entwicklung weiterhin anhalte. Zu beachten sei aber, dass es starke regionale Unterschiede gebe zwischen Ost und West, aber auch im Westen selbst."Es gibt eine Linie, die sich vom Saarland bis Brandenburg durchzieht, wo die Bodenpreise relativ niedrig sind", berichtete der Bodenmarktexperte. So lägen in Brandenburg die Preise bei unter 4.000 Euro pro Hektar, während in Hochpreisgebieten wie den Regierungsbezirken Ober- und Niederbayern sowie Düsseldorf und Münster über 33.000 Euro je Hektar gezahlt würden.
Bodenmarkt wird weiter boomen
"Nach allen Anzeichen, die wir erkennen, ist davon auszugehen, dass der Bodenmarkt weiter boomen wird", ist sich Böhme sicher. In den alten Bundesländern werde abgesehen von den Hochpreisgebieten in den Regionen mit intensiver Landwirtschaft der Flächenbedarf und damit auch der Flächenpreis weiter nach oben gehen."In den neuen Ländern wird etwas Dynamik hinausgenommen, da die BVVG ihre begünstigten Verkäufe inzwischen abgeschlossen hat", prognostizierte Böhme. (pd)
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