Dieses sollte in Anlehnung an das EEG eine verlässliche Einspeisevergütung für Biogas festschreiben. Nach Ansicht des Fachverbandes könnte damit jeder Betreiber die sinnvollste Verwertung seines Biogases selbst wählen: die Vor-Ort-Verstromung mit Wärmenutzungskonzept oder die Einspeisung in das Erdgasnetz.
Nach Ansicht des Fachverband Biogas ist das Ziel der Bundesregierung bis zum Jahr 2020, sechs Milliarden Kubikmeter Biogas ins Erdgasnetz einzuspeisen, nur mit einem starken Inlandsmarkt und gesunden Biogasfirmen zuerreichen. Aktuell stammen nur 163 Millionen Kubikmeter (2,7 Prozent)aus Biogasanlagen. Derzeit würden Biogaseinspeiseanlagen überwiegend von großen Gasversorgern und deren Tochterunternehmen realisiert. Unabhängige Biogaseinspeiseprojekte seien trotz der theoretisch guten Rahmenbedingungen der Gasnetzzugangsverordnung schwierig zu realisieren, so der Fachverband.
Zum Thema Gaseinspeisung kamen am Mittwoch auch Vertreter der fünf Bundestagsfraktionen zu einer Podiumsdiskussion im Rahmen der Jahrestagung des Fachverbandes Biogas zusammen. Einig zeigten sich die Politiker darin, dass durch die Novelle des EEG eine gute Grundlage für die erneuerbaren Energien in Deutschland geschaffen wurden. Im Hinblick auf ein von der Biogas-Branche gefordertes Erneuerbares-Gas-Einspeisegesetz (EGE) gingen die Meinungen bezüglich Zeitpunkt und Form schon weiter auseinander.
vom 04. März 2010
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